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Bestattungsrecht

Rechte und Pflichten

Das Bestattungsrecht umfasst die geltenden Bestattungsgesetze. Diese werden von jedem Bundesland unabhängig erlassen, ähneln sich aber stark. In den Bestattungsgesetzen werden folgende Punkte geregelt:

  • Die Art und Weise der Bestattung
  • die Kostentragungspflicht
  • das Friedhofsrecht
  • und in einigen Bundesländern auch die Definitionen von Tot- und Fehlgeburten

Der wichtigste Teil des Bestattungsrechtes ist die Bestattungspflicht. Diese besagt, dass jede verstorbene Person auf einer eigens dafür vorgesehenen Fläche bestattet werden muss, egal, wie diese genau aussieht (mehr dazu unter Grabarten). Somit sind die Angehörigen dazu verpflichtet, die dazu benötigten Schritte einzuleiten, wie beispielsweise, einen Bestatter zu kontaktieren.

Da diese Pflicht zunächst den Ehe- oder Lebenspartner zufällt, anschließend den Kindern und zuletzt weiteren Verwandten, kann alles, gerade bei internen Streitfällen, etwas komplizierter sein. Um mögliches Chaos zu verringern, sollte die Frage nach dem Bestattungsrecht mittels eines Vorsorgevertrages oder Testaments bereits im Vorfeld geklärt werden.

Auch Friedhofszwang und Sargpflicht sind im Bestattungsrecht festgelegt. Beides besagt erneut, dass Verstorbene weder ohne Sarg oder Urne zu bestatten sind und dies auch nur auf extra dafür vorgesehene Flächen. Demnach ist es verboten, die Urne von Verstorbenen zu Hause aufzubewahren oder beispielsweise im eigenen Garten zu beerdigen. Die einzigen Ausnahmen bilden die Diamantbestattung, die See- und die Luftbestattung (mehr dazu unter Bestattungsformen).

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